Man kann sich gelegentlich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Deutsche Institut für Normung schon deshalb viele Normen produziert, weil sich mit einem derartigen Monopol wohl ein ganz erkleckliches Geld verdienen lässt! Es hat mich schon immer gewurmt, dass uns für die Normen irrsinnige Kosten aufgebrummt werden, damit wir im Sinne der Allgemeinheit unsere Arbeit ausführen können. Da von uns Anwendern über die Kosten der Normblätter offensichtlich die Normungsarbeit bezahlt wird – deren Ergebnis, wie ich hoffe, mit diesem Beitrag deutlich gemacht zu haben, in keiner Weise als akzeptabel anzusehen ist –, halte ich es für recht und billig, dass wir auch in angemessener Weise Einfluss auf den Inhalt nehmen dürfen.
In diesem Sinne appelliere ich an Kollegen, Berufsverbände und Kammern: „Lasst uns darum kämpfen, dass der hier beschriebenen Entwicklung eine entgegengesetzte Richtung gegeben wird! Gute Konstruktionen sind nicht durch überbordende Rechnerei und unnötig komplizierte Normung zu erreichen!“
Carl Ibs
Literatur
[1] pcae-Nachweiskonzhept 2005; März 2005
[2] Wommelsdorff: „Stahlbetonbau, Teil 1“; 7. Aufl. 2002, S. 7
[3] mb-news, 2/2005, S. 6 ff.
Abgedruckt in: Deutsches IngenieurBlatt, 2007, 11, S. 62
www.deutsches-ingenieurblatt.de